Yoga ist ein Selbst-Studium ... aus Liebe zur Weisheit

.... relgelmässige Yogapraxis bewirkt eine harmonische Einheit von Geist und Körper


Mittels regelmässiger Übung können Zusammenhänge von Körper und Geist tiefer erfahrbar werden; Yoga wirkt dann bewusstseinserweiternd und gesundheitsfördernd.

Das Wort "Yoga" stammt von der Sanskrit-Wurzel "Yuj" und bedeutet "anbinden, verbinden, vereinen". Das weist auf ein Ziel der Yogapraxis: die Verbindung von Gegensätzen. Was ist damit gemeint? In Bezug auf die empirische Ebene weist dieser Begriff auf konkrete und für jeden Menschen erfahrbare Zusammenhänge im praktischen Leben.

 

Yoga wirkt harmonisierend auf Körper und Geist. In einer holistischen Perspektive zwischen geistigen und körperlichen Vorgängen ist der Mensch gesund, wenn Körper und Geist in Harmonie sind. Unter diesen Umständen können auch die Herausforderungen des Lebens besser gemeistert werden.

 

Die Körperübungen (Asana) und Atemübungen (Pranayama) beeinflussen körperliche Vorgänge auf tiefen Ebenen, sie rühren an der körperlichen und mentalen Haltung. Diese sind Gewohnheiten, erlerntes, was  oftmals nicht bewusst eingeübt wurde. Auf körperlicher Ebene betrifft dies u.a. den Muskeltonus in den tiefen Körperstrukturen. Im Yoga werden alle Körpersysteme angesprochen: Die Muskulatur, das Knochensystem, Nervensystem und Hormonsystem. Alle Körpersysteme werden gestärkt und allgemein unterstützt. Dafür ist es wichtig, die Verbindungen zwischen den Systemen zu verbessern. Das formgebende System der Faszien ist eine Art Kommunikationszentrum und wird durch die Yogahaltungen gleichermassen angesprochen.

 

Neben einer allgemeinen Kräftigung, Verbesserung der Körperhaltung, zunehmender gesunder Beweglichkeit und verbessertem Körperbewusstsein wirkt eine regelmässige Yogapraxis bis in die Zellebene. Die Körperzellen funktionieren nach Yoga-Auffassung nicht nur in schulmedizinisch bekannten, z.B. biochemischen Stoffwechselvorgängen, sondern ihr Tonus ist ebenso von der mentalen Haltung des Menschen bestimmt. Dauerhafte Spannungen, beispielsweise aufgrund von Stress, können körperliche und mentale Beschwerden verursachen. Der Körper speichert alle Informationen. Ungünstige Spannungen, sowohl mentaler wie körperlicher Art, können die Körperstruktur bin in die Zellebene hinein verändern.


Durch die Yogahaltungen (Asana) entspannt sich das Körpergewebe dort, wo es durch Stress überspannt war. Während der Körper gezielt bewegt wird, ändert sich die Informationsstruktur: Verdrängtes kann durch das Üben von Yoga nochmals auftauchen, und sich auflösen. Bereiche die zuwenig Tonus aufweisen werden mit regelmässiger Yogapraxis gekräftigt.

 

Das regelmässige Üben von Yoga, gefolgt von geführter Entspannung (Shavasana) kann den überhöhten Muskeltonus reduzieren, und diejenigen Bereiche mit allzu geringer Spannung tonisieren und kräftigen. Die Auswirkungen sind mehr Kraft, Stabilität und Beweglichkeit auf körperlicher wie auf mentaler Ebene. Mit der Zeit kann sich ein verbundener harmonischer Zustand entwickeln. Auf mentaler Ebene kann dies zu besserer Konzentrationsfähigkeit und geistiger Klarheit führen. Aus einem Zustand innerer Ruhe kann tiefer innerer Frieden entstehen. Solche Erfahrungen von innerer Stille wirken auch stark erdend. Diese Seite unseres Lebens ist in unserer schnellen und hektischen Zeit allgemein eher schwierig zu finden. Mit der Zeit entwickelt sich, über das eigene Wohl hinaus, auch tieferes Mitgefühl und eine immer feiner werdende allgemeine Achtsamkeit für die Umwelt.

 

Yoga Stile

Hatha-Yoga ist ein Überbegriff. Alle in unserem Zentrum vermittelten Yogaarten sind auch Hatha-Yoga. Der Begriff  "Hatha" besteht aus den Silben "ha"; Sonne, und "tha"; Mond: dies ist ein Bild für Polarität, denn Sonne und Mond können sich nicht begegnen. Im Yoga  geht es darum, in die eigene Mitte zu kommen indem innere Gegensätze transzendiert werden; für ein Gleichgewicht auf physischer und psychischer Ebene.

 

Iyengar-Yoga zeichnet sich durch besondere Präzession aus, für einen optimalen Zugang in die Yogahaltungen- und Atem-Erfahrungen. Dies bewirkt tiefe mentale und körperliche Eindrücke, mit nachhaltig positiver Wirkung auf Geist und Körper.

 

Vini-Yoga ist ein fliessender Yogastil. Die Atmung ist auf die achtsam ausgeführten, fliessenden Körperbewegungen abgestimmt. In unserem Kurs verbinden wir langsameres und genaues Lernen einzelner Haltungen mit fliessenden Yoga-Sequenzen.

 

Yin-Yoga ist ein regerativer und meditativer Hatha-Yogastil der hauptsächlich im Liegen und Sitzen, mit länger gehaltenen Asana-Sequenzen und entspannter Muskulatur geübt wird. So entstehen positive Impulse auf das tiefer liegende Bindegewebe, die Faszien, Sehnen, Bänder und Gelenke. Yoga-Hilfsmittel optimieren die Körperpositionen, um sich in die Asana ein zu lassen. Es geht um Annehmen von dem was ist, wodurch sich ein Zustand von Ruhe und Entspannung in Körper und Geist einstellen kann.

 

Faszien-Yoga ist besonders hilfreich bei allerlei Schmerzen und Verspannungen im Körper. Durch einige Veränderungen und Ergänzungen der klassischen Yogastellungen (Asana) wird die fasziale Stimulation optimiert. Dieser Stil ist geprägt durch fliessende Bewegungen, dehnen, federn und hüpfen.

 

Senioren Yoga ist etwas ruhiger und sanfter, an die Reife der älteren Körper angepasst. Es wird individuell auf die Möglichkeiten einzelner Teilnehmer eingegangen, sodass sich diese Lektion ebenfalls für Menschen mit körperlichen Einschränkungen eignet. Hilfsmittel wie Decken, Kissen, Klötze und Stühle kommen vermehrt zum Einsatz. Sogenannte "Altersbeschwerden" sind kein Grund, Yoga nicht zu praktizieren. Auch wer nicht im Schneidersitz sitzen kann und etwas mehr Zeit braucht um von einer Position in die andere zu wechseln, ist in dieser Stunde genau richtig.

 

Meditation ist ist mehr als Achtsamkeit. Doch in Achtsamkeit entsteht ein Zustand der Meditation.  Meditation ist ein wesentlicher Aspekt in allen Yogastilen die wir unterrichten. Der Zustand entsteht entweder in der konzentrierten Arbeit mit sich selbst, während man in den Yogahaltungen absorbiert ist, oder auch im Inne halten beispielsweise in einer sitzenden Haltung. Es geht darum, in stiller Beobachtung zu verweilen. Es gibt verschiedene Definition zum Begriff "Meditation". In einem zentralen Werk über Yoga, den Yogasutren des Patanjali wird ein mentaler Zustand dargestellt, der sich mit dem Üben unterschiedlicher Geistes- und Körperübungen von selbst einstellt. Mit regelmässiger Übung entsteht grosse innere Klarheit und Ruhe. In einem weiteren zentralen Werk über Yoga und Meditation, die "Hatha Yoga Pradipika" werden einige Körper- und Atemübungen näher dargestellt, die in den Zustand der Meditation führen können. Der Zustand von Meditation wird als glückserfüllt und transzendierend dargestellt. In Meditation lösen sich vorgefasste Meinungen und Vorstellungen auf, die uns daran hindern, wirklich zu verstehen. Dies wirkt positiv auf das körperliche und mentale Befinden. Meditation in der Gruppe beschleunigt und verstärkt die Wirkung der Übungen für die Einzelnen. Eine Begleitung von erfahrenen Lehrern hilft gerade am Anfang für einen richtigen und sinnvollen Zugang zum Meditieren. Wir bieten zwei Klassen an, wo die Asanapraxis `nur` als Aufwärmen und Lockerungsübungen genutzt werden, während Meditationspraktiken im Sitzen, im Gehen, mit Klang, etc., im Vordergrund stehen:

Yoga & Meditation- Lektionen am Freitag und am Montagabend beginnen mit achtsamen, meditativen Körper- & Atemübungen (Asana & Pranayama) um Spannungen zu lösen, mental ruhiger zu werden und uns auf die Meditation vorzubereiten. Meditation in der Gruppe hilft gerade am Anfang den Zugang und die Ruhe zu finden, sich zu entspannen, dem Körper die Gelegenheit geben inne zu halten und sich zu regenerieren. Es werden verschiedene Meditationstechniken gelehrt; im Gehen, sitzend, liegend, mit dem Fokus auf den Atem, Musik, Kerzenlicht oder einem Mantra um herauszufinden welcher Zugang für den Einzelnen der Beste ist, um damit zuhause weiter zu gehen.

Yoga für Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist eine besondere Yogatherapieform für Kinder. Sandra erhielt ihre Ausbidlung bei Sonja Sumar, die eine Pionierin auf dem Gebiet der Yogatherapie für Kinder ist: "In der Sonja-Sumar-Methode lernte ich, wie wichtig das Vertrauen in die Kinder ist. Eine profunde Technik ist zwar eine wichtige Basis im Yoga, aber damit das heilsame Potential zur Entfaltung kommen kann, ist eine bedingungslos liebevolle Haltung zum Kind notwendig." Sandra Awara Scherer

Der Yogaunterricht wird von einigen Krankenkassen anerkannt